Geschichten erzählen über Aleppo

Erzählende und Zuhörende begegneten sich in Köln in einem intensiven Austausch über ihre Erlebnisse und Erfahrungen in Aleppo.

Insgesamt waren wir über 30: Aleppiner, Syrer, Deutsche und aus der Ukraine. Aleppo war unsere Verbindung und unser Ausgangspunkt.

Das Ergebnis sind kurze Erzählungen auf Video. Sie entstanden in einer Atmosphäre des Lachens, des Zuhörens, des Schmerzes und der Hoffnung.

Aktuell sind sie Teil der Ausstellung “Mein Aleppo” eine Fotoausstellung mit Literaturlesungen in der alten Feuerwache Köln.

Eine Atmosphäre des Lachens, des Zuhörens und des Schmerzes – reden über alte Zeiten. Unser Thema ist nicht der Krieg und trotzdem prägt der Krieg jede unserer Geschichten.

Der Kriegt zerstört das Leben, das sich die Menschen in Aleppo aufgebaut haben. Der Imbiss in dem Nouri gearbeitet hat, das Hamam in dem Amar zum Baden ging.

Der Krieg zerstört auch die Stimmung und das Gefühl von Ramadan und den Feiertagen, die Altstadt und den Souk von Aleppo, in denen viele Geschichten stattfinden, die Häuser in denen die Erzähler*innen wohnten, die Moscheen, in denen der Glaube zuhause ist. Dieses Leben existiert zurzeit nur in der Erinnerung.

Entgegen der Zerstörung der syrischen Kultur, ob Hochkultur oder einer ideellen Kultur, handeln die Geschichten von der alltäglichen Lebenswelt in Aleppo, welche die Erinnerungen der Erzähler*innen prägen. Erinnerungen an Gegenstände und Handlungen des Alltags, mit denen sie sich verbunden fühlen. Mögen die Geschichten helfen, die Vernichtung durch Krieg aufzuhalten. Sie stehen für den Wiederaufbau und die Hoffnung.

Menschen, die vielleicht in Köln geboren, aufgewachsen und schon seit Generationen hier leben, öffnen diese Geschichten eine tiefere Ebene des Verstehens, die des Bauches und des Herzens. Mögen die Geschichten die Vorstellung anderer Lebensräume erweitern und damit bereichern. Geschichten sind Identität, von jedem Einzelnen und gemeinsam.

Vielen Dank an Alle, die da waren. Für die wertvolle Zeit des Erzählens, Zuhören und Teilen! Leider können wir nicht alle Videos in der Ausstellung zeigen, da die Zeit nicht reicht, die es braucht sie zu schneiden und mit Untertiteln zu belegen. Alle Geschichten, die wir zu hören bekamen sind wertvoll und wunderschön, daher arbeiten wir zurzeit daran, alle Geschichten als Videos online vorstellen zu können.

„Tell Me about Aleppo“ ist ein Projekt von Tell Me – Personal Stories / 687 e.V. in Kooperation mit dem 17-3-17 e.V.

Team

Workshopleitung: Lucia Lehmann, Jabbar Abdullah und André Jolles

Kamera und Schnitt: Jelena Ilic und Martin Paret

Projektleitung: André Jolles und Jabbar Abdullah

Teilnehmer*innen

Houssam
Amar
Suleman
Bushra
Ghazala
Nouri
Raed
Leen
Abdel
Daryna
Mahmoud
Jud

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